Pelletherstellung

Holzpellets sind stäbchenförmige Presslinge mit einem Durchmesser von ca. 6-10 Millimeter. Sie werden vollständig aus Holz oder aus Holzabfällen von Sägewerken wie Sägespäne, Hobelspäne und Hackschnitzel hergestellt. Als reines Abfallprodukt stehen sie freilich in besonderem Maß für umweltfreundliches Heizen, umso mehr da sie aus einem reinen Naturprodukt ohne Zusatzstoffe entstehen. Als „Klebstoff“ fungiert das holzeigene Lignin. Harz ist übrigens nichts anderes als überschüssiges Lignin, das aus den Zellen ausgetreten ist. Vorteile der Holzpellets gegenüber anderen biogenen Festbrennstoffen ist z. B. der geringere Lagerplatzbedarf oder die Möglichkeit der automatischen Nutzung in Pelletöfen.

Säubern, zerkleinern und trocknen

Die Holzpellets werden meistens nahe der Rohstoffquelle hergestellt, also z. B. in der Nähe eines Säge- oder Hobelwerk. Zunächst müssen alle Fremdmaterialien wie Metalle und Steine in einem so genannten Schwergutabscheider aussortiert werden. Anschließend zerkleinert eine Hammermühle das Holzmaterial, dem dann in einer Trocknungsanlage bei ca. 90° C Wasser entzogen wird. Die Wärme zur Trocknung sollten angeschlossene Biomasseheizwerke oder Biomasseheizkraftwerke liefern, weil dadurch die Klimabilanz der Holzpellets noch weiter verbessert wird.

Das Zentrum der Anlage ist die Matrizenpresse

Im Konditioneur wird anschließend der Wassergehalt der Holzspäne gemessen. Eventuell müssen sie nochmal befeuchtet werden, um das Lignin an der Oberfläche der Pellets als Klebstoff zu aktivieren. Nach der Zwischenlagerung im Reifebhälter gelangen die Holzabfälle in das Herzstück der Pelletierungsanlage, die Matrizenpresse. Hier erhalten sie ihre charakteristische Form, indem sie unter hohem Druck durch eine Stahlmatrize mit Bohrungen im gewünschten Pelletdurchmesse gepresst werden. An der Außenseite der Matrizenpresse schneidet ein Messer die Pellets auf eine Länge von ca. 10 bis 30 Millimeter zu. Die Späne verkleben durch das im Holz enthaltene Lignin und die – falls nötig - zugegebene Stärke. Abschließend werden die Holzpellets im Kühler mit Hilfe eines Luftstroms ausgekühlt und damit ausgehärtet.

Energieaufwand – deutlich niedriger als bei fossilen Brennstoffen

Bei Verwendung von trockenem Restholz beträgt der Energieaufwand bei der Pelletherstellung ca. 2,7 Prozent des Energiegehaltes. Wird hingegen feuchtes Industrie- oder Waldrestholz zur Pelletierung benutzt, kann die benötigte Energie zwischen 3 und 17 Prozent betragen (Im Vergleich: Bereitstellungsaufwand von Heizöl: 12 Prozent).